Aktion Österreich-Ungarn Wissenschafts- und

Erziehungskooperation

H-1088 Budapest, Bródy Sándor u. 16

Tel: + 36 /1/266-74-74

Internet: http://www.omaa.hu

E-Mail: omaa@omaa.hu

 

Zu den Grundsätzen der Aktion

 

Die AKTION Österreich-Ungarn ist eine 1990 von Österreich und Ungarn eingerichtete Stiftung zur Förderung der Zusammenarbeit im Bereich des Hochschulwesens.

Das Budget stellen Österreich und Ungarn jeweils zur Hälfte zur Verfügung.

Entschieden wird über die Anträge durch ein Kuratorium, welches aus fünf österreichischen und fünf ungarischen Mitgliedern besteht. Die Mitglieder werden von dem österreichischen Bundesminister für Wissenschaft und Forschung und vom Ungarischen Minister für Nationale und Humane Ressourcen bestellt.

Die AKTION unterstützt in erster Linie die Anbahnung bilateraler Forschungs- und Bildungskooperationen zwischen Österreich und Ungarn in sämtlichen Disziplinen, die auch Aussicht auf Fortführung durch andere Geldgeber haben. Es können auch slowakische und tschechische Partner bzw. Partnerinnen mit einbezogen werden.

Schwerpunkt der Förderung sind Aktivitäten, die das bilaterale oder regionale Zusammenleben in Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft zum Inhalt haben.

Bei allen Aktivitäten liegt der Schwerpunkt auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Förderbare Aktivitäten 2017

  • Austausch zur Durchführung gemeinsamer Aktivitäten in Forschung, Lehre und Unterricht, Doppeldiplomstudiengänge, gemeinsame Lehrveranstaltungen, Masterstudien für Österreicher in Ungarn
  • Forschungsaufenthalte zur Beschaffung wissenschaftlicher Unterlagen,
  • Kurzaufenthalte (max. 3 Tage) von Hochschullehrenden zur Anbahnung der Kontakte, Kontaktaufnahmen im jeweils anderen Land
  • Wissenschaftliche Studienaufenthalte für Doktoratsgruppen, für Studierendengruppen unter Betreuung des Heimatprofessors bzw. der Heimatprofessorin
  • Sommerkollegs, d. h. Sommersprachschulen der deutschen und ungarischen Sprache (Eingabetermin für Anträge ist jeweils der 30. Oktober)
  • Finanzielle Unterstützung der Publikationen der Projektergebnisse nur im Bereich der Geisteswissenschaften, aber mit einem kommerziellen Gewinn wird nicht gerechnet
  • Semester –und Kurzstipendien für Doktoratsstudierende, Forschungs-und Sprachkursstipendien in Ungarn und in Österreich

Antragstellung – Projektanträge

Richtlinien für die Erstellung von Projekt- Anträgen, die Abwicklung und Beendigung von Kooperationen 2017

Antragsberechtigte in Österreich sind:

  1. Antragstellende und Partner bzw. Partnerinnen auf österreichischer Seite können Angehörige der staatlichen Universitäten und der überwiegend vom BMWFW finanzierten Fachhochschulen und der Pädagogischen Hochschulen sein (laut Liste in Österreich)
  2. Weitere Partner  bzw. Partnerinnen (aber immer nur in Verbindung mit einer an den unter Punkt 1. genannten Institution tätigen Person) auf österreichischer Seite können weiters Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen in Archiven, Bibliotheken oder Museen sein, deren Bestände für die Durchführung des Projektes notwendig sind.

Antragsberechtigte in Ungarn sind:

  1. Die staatlich finanzierten wissenschaftlichen Institutionen und die staatlichen Universitäten und Hochschulen (siehe Liste der Einrichtungen in Ungarn).
  2. Weitere Partner  bzw. Partnerinnen (aber immer nur in Verbindung mit einer an den unter Punkt 1. genannten Institution tätigen Person) auf ungarischer Seite können weiters nicht staatliche Universitäten in Ungarn sein.

Es werden gemeinsame Anträge von wissenschaftlichen Mitarbeitern bzw. Mitarbeiterinnen der oben genannten Hochschul-und Universitätsinstitute, und der staatlich finanzierten wissenschaftlichen Institutionen, wobei die Rechtsform unerheblich ist, entgegengenommen. Antragsberechtigt sind auch wissenschaftliche Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen der vorerwähnten Institutionen als Einzelpersonen.

Anträge müssen mindestens einen österreichischen und einen ungarischen Antragsteller /Partner bzw. Antragstellerin/Partnerin haben.

Antragsberechtigte in der Slowakei sind: siehe Liste

Antragsberechtigte in der Tschechischen Republik sind: siehe Liste

 2. Antragsblatt

Projektanträge können ausschliesslich elektronisch und in deutscher Sprache auf einem Projektantragsblatt (Projektantragsblatt- abladbar) gestellt werden. Ein Antrag besteht aus folgenden Teilen: Projektexposé (max. 3 Seiten): Probleme/Zielsetzungen der zu fördernden Aktivität, Arbeitsprogramm, zu erwartende Projektergebnisse, Umsetzung der Ergebnisse, Durchführungsplan (Zuordnung der einzelnen Aktivitäten zum Projektteam, Zeitplan). Kostenaufstellung, Einseitiges Curriculum vitae eines jeden Projektteilnehmers bzw. einer jeden Projektteilnehmerin, Publikationslisten mit 5 relevanten Publikationen aus den letzten 3 Jahren jedes Projektmitarbeiters bzw. jeder Projektmitarbeiterin.

 

Unterstützungen werden zunächst auf ein Jahr bewilligt. Eine einmalige Fortsetzung ist nur in begründeten Fällen nach Vorlage eines ausführlichen Berichts, einer Abrechnung und einem Neuantrag möglich.

  • Materialkosten, Verbrauchsgüter müssen in der Regel von den kooperierenden Institutionen bereitgestellt werden. Ausnahmen können naturwissenschaftliche Projektanträge bilden, bei denen die beantragten Mittel für Materialkosten in Höhe von über 150 Euro detailliert begründet werden müssen.
  • Die Anschaffung von Geräten ist durch Aktionsmittel nicht möglich.
  • Es werden keine Aktivitäten unterstützt, für die die notwendige Infrastruktur (Geräte, Personal, Räumlichkeiten) nicht vorhanden ist. Reise- und Aufenthaltskosten müssen sparsam kalkuliert werden.
  • Bei Studienaufenthalten von Studierendengruppen wird ein Eigenbeitrag erwartet.
  • Verwaltungskostenzuschüsse können nur in sehr begründeten Fällen bis zu 20 % der genehmigten Kosten zusätzlich in Ungarn und in Österreich beantragt und genehmigt werden.

Einreichstelle aller Anträge:

Geschäftsführung der AÖU

(in elektronischer Form und in deutscher Sprache per E-Mail: omaa@omaa.hu)

und

in einem Exemplar unterschrieben und ausgedruckt

Postadresse:

H-1088 Budapest, Bródy Sándor u. 16

oder     persönliche Abgabe:

H-1088 Budapest, Bródy S. u. 16.

Tel: +361-266-7474

 

Einreichtermine:

15. März, 15. Mai und 30. Oktober 2017

 

Die Projekt-Antragstellung ist bei der AÖU in DEUTSCHER SPRACHE, elektronisch (E-Mail, CD) und in Papierform erforderlich. Schicken Sie uns, Bitte, die erforderlichen Dokumente per CD oder per E-Mail, weiters das von beiden Projektpartnern unterzeichnete Projektdatenblatt in einem Exemplar auch ausgedruckt auf dem Postweg zu. Wir bitten Sie, dabei Folgendes zu beachten:

Aus der Benennung der Datei, der Dokumente sollte sich klar herausstellen, worum es geht, so Antragsblatt, Lebensläufe, Publikationen, Sonstiges.

Mangelhafte, unvollständige oder zu spät eingebrachte Projektanträge werden nicht in das Beurteilungsverfahren des Kuratoriums aufgenommen.

Eine rückwirkende Unterstützung von Kooperationsaktivitäten ist nicht möglich.

Im Falle einer Ablehnung des Antrages kann ein Neuantrag erst im folgenden Jahr eingereicht werden.

  1. Abwicklung und Beendigung des Kooperationsprojektes
  • Die Beurteilung der Anträge erfolgt durch das Kuratorium der AKTION Österreich – Ungarn. Die Sitzungen des Kuratoriums finden spätestens sechs Wochen nach dem Einreichtermin statt.
  • Der Antragsteller bzw. die Antragstellerin und der Projektpartner bzw. Projektpartnerin werden über das Ergebnis der Beurteilung des Projektantrages binnen drei Wochen nach der Beschlußfassung des Kuratoriums von der Geschäftsführung der AKTION verständigt. Die Beschlüsse werden auch auf der Hompage der AÖU veröffentlicht. Gleichzeitig mit dem Zuerkennungsschreiben erhält der Antragsteller bzw. die Antragstellerin und der Projektpartner bzw. Projektpartnerin eines genehmigten Antrages eine “Verpflichtungserklärung” in ungarischer und deutscher Sprache mit den bewilligten Beträgen. Die Verpflichtungserklärung ist im Falle des Einverständnisses sowohl vom Antragsteller bzw. von der Antragstellerin als auch vom Partner bzw. Partnerin zu unterzeichnen und innerhalb eines Monats an die Geschäftsführung zu retournieren.
  • Der bewilligte Eurobetrag wird nach der Rücksendung der Verpflichtungserklärung an die Geschäftsführung vom Österreichischen Austauschdienst (OeAD-GmbH) je nach Bedarf ausbezahlt. (Ausnahme: Kosten der Kurzaufenthalte der Ungarn) Der bewilligte Forintbetrag wird dem ungarischen Kooperationspartner bzw. Kooperationspartnerin binnen sechs Wochen nach der Rücksendung der Verpflichtungserklärung an die Geschäftsführung auf das Konto der betreffenden Universität, Hochschule in Raten überwiesen.
  • Bei der Verwendung der zuerkannten Mittel sind die in Ungarn (in HUF) und in Österreich (in Euro) geltenden Gesetze und Vorschriften, sowie die angeführten Sätze und Richtlinien des Merkblattes zu beachten.
  • Die Projektpartner bzw. Projektpartnerinnen legen der Geschäftsführung der AKTION binnen einem Monat nach Beendigung des Kooperationsprojektes einen gemeinsamen Abschlußbericht in deutscher und ungarischer Sprache vor.
  • Die Projektleiter bzw. Projektpartnerinnen (österreichische und ungarische) haben auch der Geschäftsführung der AKTION (Budapest) innerhalb eines Monats nach Beendigung des Kooperationsprojektes eine Abrechnung über die Verwendung der bewilligten und erhaltenen Beträge vorzulegen.(Österreichische Projektleiter bzw. Projektleiterinnen Abrechnungskopien) Bei der Abrechnung der Eurobeträge müssen die Richtlinien des BMWFW beachtet werden, bei der HUF Abrechnung gelten die Vorschriften in Ungarn. Diese werden den Projektleitern bzw. Projektleiterinnen zu Beginn mit der Verpflichtungserklärung zugeschickt. In Ungarn sind sämtliche Originalbelege beizuschließen (oder beglaubigte Kopien). Die entwerteten Originalbelege verbleiben in der Buchhaltung der jeweiligen Institution und sind der Geschäftsführung auf Verlangen zur Überprüfung vorzuweisen. Ein Restbetrag ist auf der Abrechnung anzugeben und rückzuerstatten. Die entsprechenden Richtlinien sind zu beachten.
  • Sollte das Projekt nicht durch- oder weitergeführt werden, ist dies unverzüglich unter Angabe der Gründe der Geschäftsführung bekanntzugeben.
  1. Richtlinien und Sätze für die Kostenaufstellung

I. In Euro zu beantragende Kosten (Siehe Antragsblatt „Kostenaufstellung“)

Aufenthaltskosten ungarischer tschechischer, slowakischer Projektteilnehmer bzw. Projektleiterinnen in Österreich:

  • Studierende und Graduierte 1050 Є/Monat. Die Summe ist bei einem kürzeren Aufenthalt teilbar
  • für Graduierte über 30 Jahre mit Doktorat 1. 150 Є/Monat
  • Kurzzeitige Aufenthalte (max.10 Tage von ungarischen, slowakischen und tschechischen Projektteilnehmern bzw. Projektteilnehmerinnen 90 Euro/Tag mit Unterkunft in Österreich, für Studenten 50 Euro/Tag)

Reisespesen: im allgemeinen werden Reisespesen in Höhe einer Bahnkarte 2. Klasse vergütet.

  1. österreichischer Projektteilnehmer bzw. Projektleiterinnen bei Reisen nach Ungarn
  2. Reisespesen der tschechischen und slowakischen Projektteilnehmer bzw. Projektleiterinnen nach Österreich.

 

II. In Forint zu beantragende Kosten (Siehe Antragsblatt „Kostenaufstellung“

—Unterkunftskosten in Ungarn für ungarische Projektteilnehmer bzw. Projektleiterinnen:

Wenn die Unterbringung an einem anderen Ort als dem Wohnort auf ungarischem Gebiet erforderlich ist, und nur Unterkunftskosten beantragt werden, liegt die Höhe bei max. 9.000 HUF/Tag.-

—Aufenthaltskosten für österreichische, tschechische und slowakische Projektteilnehmer bzw. Projektleiterinnen in Ungarn

  • Studierende und Graduierte : 100.000 HUF/Monat mit Unterkunft.
  • Wissenschafter bzw. Wissenschafterinnen mit Doktorat: 250.000 HUF /Monat
  • Kurzzeitige Aufenthalte (max.10 Tage) von österreichischen, slowakischen und tschechischen Projektteilnehmern bzw. Projektleiterinnen 30.000 HUF/Tag mit Unterkunft in Ungarn

Reisespesen:  Im allgemeinen werden Reisespesen in Höhe einer Bahnkarte 2. Klasse vergütet; Reisen mit dem PKW oder mit dem Bus müssen im Antrag begründet werden.

–ungarischer Projektteilnehmer bzw. Projektleiterinnen bei Reisen nach Österreich, Reisespesen von ungarischen, österreichischen, tschechischen und slowakischen Projektteilnehmern bzw. Projektteilnehmerinnen auf ungarischem Gebiet.

–Reisespesen tschechischer und slowakischer Projektteilnehmer bzw. Projektleiterinnen bei Reisen nach Ungarn werden in HUF vergütet.

Projektantragsblatt abladbar